Werden Kinder überbewertet?

Einige von euch werden den auf Stern.de erschienenen Artikel gelesen haben. Die Autorin, Marike Frick, beschreibt darin, wie es ihr als Mutter von zwei sehr anstrengenden Jungs geht. Wie sie Geschrei, Verletzungen ihrer Privatsphäre, Schlafentzug und Frühstückskatastrophen mitmacht. Und das sie bei alldem (trotz der Liebe für ihre Kinder) kein Mutterglück empfindet, wie es Kinderlosen und Schwangeren immer verheißen wird. Nicht diese absolute Glückseligkeit, diese innere Erfüllung.

Die Kommentare dazu (Facebook, Twitter) reichten natürlich wie immer von absoluter Bestätigung zu kompletter Ablehnung.

Als erstes möchte ich definitiv und zweifelsfrei festhalten, dass ich niemandem seine Meinung und Gefühle dem Artikel gegenüber absprechen will, besonders im Hinblick darauf, was ich gleich sagen werde. Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung und auch das Recht auf seine eigenen Gefühle. Daran ist nicht zu rütteln.

Und genau deswegen finde ich den Artikel gut und wichtig: Er zeigt eine (für alle Beteiligten, Eltern wie Kinder) unbequeme Wahrheit auf: Kindern als Mittel zum Glück wird zuviel Wert beigemessen.

Das ist einfach wahr. Kinder sind keine Glücksgarantie, kein Werkzeug, mit dem man sich sein eigenes Glück zusammenbasteln kann. Das ist, wie gesagt, für alle Beteiligten doof. Für die Eltern, weil einem diese Glücks-Erwartungshaltung vom Umfeld praktisch eingetrichtert wird, für die Kinder, weil es ihnen eine viel zu große Verantwortung auferlegt. Wir würden doch auch nicht von unserem Partner verlangen, für unser Glück verantwortlich zu sein, oder?

Außerdem wage ich ebenfalls zu behaupten, dass es nicht nur einigen Eltern so geht, sondern vielen, genau wie Marike Frick es sagt. Warum? Weil die meisten aufgrund der Erwartungshaltung darüber schweigen, wenn sie ihre Elternschaft so empfinden. Weil sie befürchten müssen, verurteilt und als schlechte Eltern abgestempelt zu werden.

Ging es nicht allen schon mal (zeitweise) so? Ja, Kinder können einerseits sehr glücklich machen, eben weil da so viel Liebe ist, aber man hat halt auch viele Sorgen, Ängste und Probleme, die man ohne Kinder nicht hätte. In allen Lebensbereichen können sich  erdrückende Situationen entwickeln, warum sollte die Elternschaft da eine Ausnahme machen?

Auch ich liebe meine Kinder über alle Maße, und momentan läuft es auch gut. Aber es gab Monate, in denen ich mich weggewünscht habe. Nicht nur Tage, sondern wirklich Monate, die einfach unglaublich hart waren. Stressig, chaotisch, emotional auslaugend. Monate, in denen ich überlegt habe, ob ich mal einfach für ein paar Tage verschwinden soll – und ob ich beide Kinder mitnehme oder nur das Stillbaby? Wo ich Flüge gegoogelt habe und billige Hotels. Wo ich genau wusste, dass um 23.58 Uhr der letzte Bus zum Bahnhof fährt, wenn mein Mann schon schläft. Das waren nur Hirngespinste, aber wenn sich die Auslöser dieser Fantasien nicht von alleine verabschiedet hätten, ich weiß nicht, ob ich es nicht eines Tages durchgezogen hätte.

Und das, obwohl ich eigentlich mit zwei sehr pflegeleichten Kindern gesegnet bin!

Und jetzt schreibt hier eine Mama, dass sie sich konstant so fühlt. Wer bin ich oder wer ist jemand anderes, dass er ihr ihre Gefühle absprechen will? Und: Wozu soll das gut sein? Ist es nicht mittlerweile hinreichend bekannt, wozu das führen kann? Depressionen, Angstzuständen, Suizid(gedanken)? Und nein, ich übertreibe hier ganz sicher nicht. Die Dunkelziffer ist nur schlicht und ergreifend zu groß.

Wir brauchen einfach mehr Solidarität unter uns Müttern/Eltern. Weniger verurteilen, mehr Hand reichen, ein offenes Ohr haben, Verständnis. Immer im Hinterkopf behalten, dass wir nicht in der gleichen Situation stecken und nicht wissen können, wie es sich für unser Gegenüber anfühlt. Mehr Nächstenliebe, und dafür muss man nicht einmal gläubig sein, das Konzept ist übertragbar.

Kinder an sich, als Menschen mit Bedürfnissen, Wünschen, Rechten, wird aber definitiv nicht genug Wert beigemessen. Wie erklären sich sonst die immer noch grassierende Kinderarmut, tote Säuglinge, geprügelte Schulkinder? Mehr muss man dazu eigentlich nicht zu sagen.

Also, um ein kurzes, knappes Fazit zu ziehen: Kinder werden nicht überbewertet. Überbewertet werden sie als Mittel zum Glücklichsein.

Soweit mein Kommentar zu dem Artikel. In der nächsten Zeit werde ich hier passender Weise eine Aktion zum Thema Solidarität starten. Daran arbeite ich schon eine ganze Weile, also, bleibt dran! 😉

Bis bald

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Das schlechte (Mama/Papa-) Gewissen

Gestern in den frühen Morgenstunden habe ich mir einfach mal einige Gedanken aus dem Kopf geschrieben. Das half sehr, denn danach konnte ich endlich schlafen. Natürlich soll der Blog sich nicht zu einer Schlaftherapie für mich entwickeln, aber es hat sich gut angefühlt und sollte ich sowas noch mal machen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich es poste. Aus dem einfachen Grund, dass das hier mein Blog ist und ich posten kann was ich möchte. Muss ja keiner lesen. Außerdem möchte ich euch authentisch berichten, wie das Leben mit zwei kleinen Kindern so für uns ist.

Das soll euch keine Angst machen, wenn ich von Dingen Berichte, die gerade nicht so toll laufen, den jede Mama und jeder Papa haben andere Stärken und Schwächen und unsere Kinder sind alle viel zu unterschiedlich, als das vergleichen etwas bringen würde (ich vergleiche trotzdem gerne, aber nur, weil mich diese Unterschiede immer wieder faszinieren).

Auch total eloquent editierte Artikel werdet ihr hier selten finden, ebensowenig wie perfekte Bilder. Das ist schön anzuschauen, klar, und solche Blogs haben genauso ihre Daseinsberechtigung wie meiner. Nur ist das eben nicht das, was ich mit meinem Blog machen will. Aber spießt mich nicht auf, wenn ich irgendwann vielleicht mal richtig gute Bilder für was auch immer in einem Artikel habe… Einen Entwurf hab ich im Kopf, der gute Bilder verdienen würde.

So, um mal wieder zur Sache zu kommen: Ich hatte mit vier Stunden Schlaf gestern echt wenig Nachtruhe, zumal das ja keine vier Stunden am Stück waren. Dementsprechend zerknittert habe ich mich am Donnerstagmorgen gefühlt. An Duschen war schon wieder nicht zu denken. Das kleine Knickohr wollte mich erst nicht hergeben, als ich sie dann ins Bett gebracht hatte und aufstehen wollte wurde sie leicht wach und als dann Usselkopf den Toilettendeckel gegen die Fließen knallen ließ war es aus. Keine Chance mehr, dass sie wieder schlafen würde. Ich war ehrlich gesagt kurz vorm Weinen. Ich wollte doch nur duschen! Was sollte ich jetzt machen? Sie ist noch zu klein, um sie mit in die Dusche zu nehmen, vor allem wenn Usselkopf auch mit duscht. Ich fand eine Lösung: Den Maxi Cosi. Ich schnallte sie an, gab ihr etwas zu spielen und stellte sie ins Bad. Ich fühle mich total blöd dabei – aber es war eben schon Donnerstag und wie in der Nacht schon geschrieben, lag meine letzte Dusche vier Tage zurück. Ich fühlte mich einfach total eklig. Als ich Usselkopf sagte, dass ich jetzt duschen ginge, wollte sie mit, also war sie auch versorgt, kein Fernseh-Babysitter nötig.

„Im Maxi Cosi? Na, wenn du meinst… Und Usselkopf guckt sonst viel zu viel Fernsehen. Du musst dich besser um sie kümmern“!

Endlich stand ich unter der Dusche. Kein Kind meckerte (vorerst), das warme Wasser tat einfach gut und ich entspannte mich. Ich begann mein normales Pflegeprogramm und half Usselkopf beim Haare waschen. Das wollte sie noch nie freiwillig machen, aber gestern dann direkt drei Mal! Kinder… 😉

Als ich etwa halb fertig war, fing das kleine Knickohr an zu weinen. Ich schaute hinter dem Duschvorhang hervor und redete ihr gut zu. Das machte es nicht wirklich besser, aber ich war einfach noch nicht fertig.

„Das arme Baby, bestimmt ist ihr langweilig und zu warm vielleicht auch. Und dann ist sie auch noch im Maxi Cosi angeschnallt! Der böse Maxi Cosi, in dem sie nicht länger sitzen sollte, als unbedingt nötig.“

Ich war endlich fertig, trocknete mich schnell ab und half Usselkopf ebenfalls dabei. Das kleine Knickohr hatte aufgehört zu weinen, war aber nörgelig. Ich zog mich an und holte sie aus dem Sitz heraus. Sobald sie wieder spielen konnte wie sie wollte war alles in Ordnung. Ob ich dabei war oder nicht war ihr egal. Das Problem war gar nicht gewesen, dass sie mich nicht sehen konnte. Sie fand es einfach blöd, dass sie nicht machen konnte, was sie wollte.

Und ich? Wieso hatte ich eigentlich ein schlechtes Gewissen? Weil ich duschen war?

Geht’s noch bescheuerter?

Keines meiner Kinder war in Gefahr gewesen. Selbst wenn Usselkopf in der Zeit Fernsehen geguckt hätte, was wäre daran so unglaublich verwerflich gewesen? Und das kleine Knickohr hat vielleicht 10 Minuten im Maxi Cosi gelegen. War das wirklich so schlimm? Nein! Sie hatte sich beschwert, ja, und? Sie ist kein Neugeborenes mehr, dass nicht wusste wo ich war. Sie konnte uns die ganze Zeit hören und ich hab auch zu ihr rausgeschaut. Es war nicht so, als hätte sie verzweifelt gebrüllt, dann hätte ich anders reagiert.

Und was war eigentlich mit mir? Sind meine Bedürfnisse nicht auch wichtig? Und nach vier Tagen endlich mal wieder zu Duschen war nun wirklich nicht zu viel verlangt. Das ist nicht mal #selfcare, das sollte eine normale Sache sein, um die man nicht kämpfen muss (zum Thema #selfcare kommt bald ein gesonderter Artikel). Hygiene, Essen, Schlaf. Ganz normale, essenzielle Dinge, um die wir Mamas beinahe täglich bangen. Klar ist es nicht immer so extrem wie vier Tage nicht zu duschen (also für meine Verhältnisse war das extrem), aber ich bin mir 100%ig sicher, dass es regelmäßig Mütter gibt, die noch seltener Duschen können. Oder die nicht regelmäßig essen, zu wenig trinken, und über das Thema Schlaf brauchen wir ja nun nicht zu reden.

Also, liebe Mamas und Papas, wenn ihr euch hier wieder erkannt habt, zerfleischt euch bitte nicht, wenn ihr etwas tut, das nicht dem Pinterest/Instagram/Facebook-Ideal entspricht, wenn ihr euch um euch selbst kümmern müsst. Ihr seid wichtig. Eure Bedürfnisse sind wichtig. Es ist ein Balanceakt, es kann verdammt hart sein, aber es ist wichtig, sich auch um sich selbst zu kümmern.

Bitte tut es ohne schlechtes Gewissen.

 

Eure Nana

 

P.S.: Was war für euch bisher die größte Schwierigkeit, wenn ihr euch um euch kümmern wolltet?

Gedankensalat

Meine Gedanken rasen und stehen einfach nicht still, es ist 3.17 Uhr und ich weiß, dass ich nicht schlafen werde (jedenfalls nicht in den nächsten 30 Minuten). Mein Husten hält mich wach, mein Kopf ist voll mit ALLEM MÖGLICHEN, und bevor ich die guten Gedanken, die sich in diesem Gewühl verstecken, vergesse, schreibe ich sie lieber alle einfach runter. Die guten wie die schlechten Sachen, die sich zu verbloggen nicht lohnen würde.

Ich habe seit Sonntag nicht geduscht, hatte gestern Nacht noch 39 Grad Fieber und sehe aus wie… Keine Ahnung. White Trash auf jeden Fall. Meine Haare sind zwar nicht fettig, aber total frizzig, ich lief heute mit dem Dutt von gestern rum, in Leggings und einem viel zu großen Schlabberoberteil. Eigentlich von meinem Mann, daher so groß. Es war das erste Teil, das ich in die Hände bekam, als mir kalt wurde und ich was überziehen wollte. Heute hab ich es einfach vom Boden neben meinem Bett aufgehoben (nicht buchstäblich, sondern im übertragenen Sinne) und es wieder angezogen. So hab ich dem Pizza-Mann dann auch die Tür aufgemacht, ich hab erst beim Zähne putzen (juhu, geschafft!) in den Spiegel gesehen. In all meiner kranken, ungeduschten, ungekämmten Glorie. Er wird schon Schlimmeres gesehen haben.
Alle anderen hier im Raum schlafen. Mein Mann ist platt, überarbeitet würde ich es nenne, aber auf dem Ohr ist er taub. Usselkopf hat ihr großes Bett jetzt bei uns stehen, sie schläft seit etwa 20.30 Uhr, etwas später als sonst, da meine heute zur Bettzeit noch nicht da war. Seit ein paar Wochen hat sich das jetzt ganz gut eingespielt. Sie macht keinen Mittagsschlaf mehr, geht dafür aber zu einer „normalen“ Zeit ins Bett. Bisher ist sie sonst eher mit uns schlafen gegangen, gegen 22.00/22.30 Uhr. Das hat auch gut geklappt und anders bekam sie auch nicht wirklich Zeit mit ihrem Papa, aber da sie jetzt keinen Mittagsschlaf mehr braucht und es so auch klappt bin ich zufrieden, mein Mann ist es auch und Usselkopf selber findet es anscheinen auch gut. Wenn sie müde wird sagt sie tatsächlich manchmal, dass sie ins Bett gehen will. Wir bringen sie dann entweder zusammen mit dem kleinen Knickohr ins Bett, alle 4 in unserem Bett, und wenn wir Glück haben schlafen beide ein. Dann können wir in Ruhe essen und etwas Kinder – ungeeignetes gucken (Elementary). Ansonsten gehe ich mit dem kleinen Knickohr wieder raus und mein Mann kommt nach, sobald Usselkopf tief genug schläft. Das dauert oft nur 5 Minuten, selten länger als 10 Minuten. Dann lassen wir sie erstmal in unserem Bett und wenn wir schlafen gehen wird sie umgebettet. Klappt prima.
Außerdem ist Usselkopf jetzt seit einer guten Weile tagsüber trocken. Wie es dazu kam und wie es bisher verlaufen ist ist aber Futter für einen eigenen Blogpost.

3.37 Uhr. Jetzt fühlt sich mein Kopf schon leerer und ruhiger an. Ich ziehe es wirklich in Erwägung, diesen Eintrag einfach so zu posten. Es ist ein ehrlicher, realer #momlife Post, viel wahrer geht es nicht. Zumindest nicht um 3.30 Uhr. Vielleicht eine Stunde eher, wenn die Müdigkeit dann doch noch nicht so doll zugeschlagen hat. In meinem Kopf war noch so viel mehr, so vieles, was sich richtig gut und tiefgreifend dachte, aber sobald ich zu schreiben beginne setzt mein innerer Zensor ein und hält diese Schubladen zu. Entweder ich muss noch später oder früher schreiben. Also, aufgrund der späten Uhrzeit, wer Rechtschreibfehler findet, sorry, das ist eigentlich gegen meine Grundsätze, aber heute lasse ich es mal drauf ankommen.
In dem Sinne: Eine gute Nacht!
P.S.: Sonst noch wer wach?

P.P.S.: 3.45. Ich kann nicht glauben, dass ich für so wenig Text so lange gebraucht habe. Und nein, ich habe den Text nicht mehr editiert!

Da bin ich wieder!

Hallo meine Lieben!

Lange ist’s her, dass ich den Blog mit neuen Artikeln gefüttert habe. Das kleine Knickohr ist mittlerweile schon 7 Monate alt! Unfassbar. Und Usselkopf wird diesen Monat schon 3 Jahre alt…

Wir hatten ein sehr ereignisreiches halbes Jahr – sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Erst ist das kleine Knickohr direkt nach der Geburt krank geworden und lag von Tag 13-23 noch mal im Krankenhaus, die ersten 5 Tage auf der Intensivstation, danach noch 5 Tage auf der normalen Kinderstation. Sie hatte eigentlich nur eine Erkältung, hervorgerufen durch den RS-Virus. Ihre Nase war so zu, dass sie nicht mehr trinken konnte und ganz schlapp war. Sonntags morgens sind wir dann mit ihr in die Klinik, nachdem der Kinderarzt im Notdienst uns gesagt hat, sie würde nur eine Infusion zum Aufpäppeln brauchen. Dort angekommen hatte sie über die Fahrt aber so abgebaut, dass die Krankenschwester ganz hastig nach den Ärzten rief. Das kleine Knickohr bekam dann über eine Nasenbrille Sauerstoff. Wir mussten dann noch mit dem Rettungswagen verlegt werden, da die Kinderintensivstation voll war (vom Florence Nightingale Krankenhaus in die Düsseldorfer Uniklinik). Dort lag sie dann im Wärmebettchen, voller Schläuche, einschließlich einer Magensonde, über die sie Muttermilch und Pre bekam. Mein Mann nahm mich jeden Morgen mit und holte mich wieder ab, damit ich bei ihr sein konnte. Die Nächte ohne sie waren furchtbar, aber sie war in sehr guten Händen. Ich hätte zwar im angrenzenden Elternhaus bleiben können, aber so war ich wenigstens abends und nachts für Usselkopf da. Sie verbrachte die Tage bei der Oma. Erst auf der normalen Kinderstation konnte ich dann auch über Nacht beim kleinen Knickohr bleiben.

Diese Zeit hat sie mittlerweile weit hinter sich gelassen. Sobald wir wieder stillen konnten (sie hat zum Glück ohne Probleme wieder an die Brust gewechselt!) bekam sie wieder ausschließlich Muttermilch. Bald schon hatte sie dicke Speckröllchen an Armen und Beinen und der Kinderarzt hat bei der letzten U „Übergewicht“ ankreuzen müssen. Da sie aber voll gestillt wird hat er ein Sternchen dahinter gemacht und war sehr zufrieden mit ihrer Zunahme! Mit 6 Monaten haben wir mit Beikost begonnen. Das findet sie super interessant, damit machen wir uns aber keinen Stress und so bekommt sie Fingerfood vom Tisch mit. Das ist zwar ein riesiges Gematsche, aber viel einfacher als mit dem Brei bei Usselkopf.

Außerdem ist sie das fröhlichste Baby, dass ich je erlebt habe. Sie strahlt oft über beide Ohren, hat schon sehr früh mit Ton gelacht und wenn ich sie im Tuch oder der Trage habe und wir einkaufen sind lächelt sie jeden an, mit dem sie Blickkontakt aufbauen kann. Wir werden ganz oft angesprochen, weil die Menschen sich darüber so freuen.

Sie robbt hier fleißig durch die Gegend und kommt schon super auf die Knie. Sie will unbedingt krabbeln und wird es wohl auch bald schaffen, aber noch schaukelt sie nur hin und her, macht dann einen Satz nach vorne und landet auf dem Bauch.

Usselkopf und das kleine Knickohr haben eine so schöne, liebevolle Beziehung. Zwar drückt Usselkopf sie oft zu doll, sodass sie sich beschwert, oder sie kratzt Usselkopf aus Versehen oder zieht an ihren Haaren, aber das ist ja einfach ihrem Alter geschuldet.

Soweit zu den Kindern! Mir selber ist in den vergangenen Monaten oft die Hutschnur gerissen, weil es mir einfach zu viel wurde. Neben den Kindern ist im Haushalt viel liegen geblieben und bis zu einem gewissen Grad ist das ja auch normal und erträglich. Aber ich sehne mich oft nach Sauberkeit und Ordnung oder einer Dusche. Da blieb einfach keine Zeit noch zusätzlich zu bloggen. Und langsam wachsen wir auch aus der Wohnung raus. Wir brauchen mehr Platz und weniger Kram… Hoffentlich finden wir bis Ende des Jahres ein Haus oder eine Wohnung mit Garten.

So, das war ein kurzes Update des letzten halben Jahres. Ich hoffe, bald wieder regelmäßig zu bloggen und auch koalakuss.de ist wieder freigeschaltet. Wer noch auf der Suche nach einem günstigen Tuch ist oder Stoffwindeln und Zubehör haben will, schaut mal vorbei!

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

 

Eure Nana

Alienbaby#2: Vom Geburtstrauma zur Traumgeburt

Hallo ihr Lieben!

Ich freue mich so, unsere wundervolle Geburtsgeschichte mit euch teilen zu können! Die kleine Maus, für die ich jetzt noch kein Pseudonym hab (Alienbaby#2 passt einfach nicht mehr ;-)) schläft gerade ganz friedlich. Wir sind seit Mittwoch nachmittag zuhause und es juckt mich in den Fingern, mit dem Schreiben zu beginnen. Vor allem, weil jetzt alles noch so frisch und lebendig in meinem Kopf ist!

Wie ihr ja wisst durfte ich trotz des Schwangerschaftsdiabetes dieses Mal eine Woche über den Termin gehen. Das bedeutete, das wir am Sonntag zu einem normalen Kontrolltermin ins Krankenhaus mussten – in weiser Vorraussicht schon mit gepackten Taschen. Ich hatte das Gefühl, dass es Alienbaby#2 zwar gut ging, aber ihre Bewegungen hatten sich verändert, als ob sie ihre Energie sparen würde.

Im Krankenhaus angekommen wurde als erstes ein CTG geschrieben. Keine Wehen, auch wenn ich die ganze Zeit ja schon immer mal wieder welche gehabt hatte. Der Maus ging es gut. Danach mussten wir noch kurz warten und wurden dann zu einem Ultraschall geholt. An die Ärztin konnte ich mich von Usselkopfs Geburt auch noch erinnern, eine sehr sympathische, kompetente junge Frau. Sie schalte und vermaß mehrmals gründlich unser Baby. Die Gewichtsschätzung sollte so akkurat wie möglich sein. Nach der Untersuchung stand die Frage im Raum, ob wir sofort mit der Einleitung beginnen würden oder eine Nacht noch nach Hause gehen würden. Ich dachte eine Weile nach, aber es fühlte sich richtig an zu bleiben und die Geburt in die Gänge zu bringen.

Ich bekam also die erste Tablette, wurde für eine Stunde ans CTG angeschlossen und dann durften wir auf der Wöchnerinnenstation aufs Zimmer. Danach gingen wir eine Runde spazieren. Es war ganz angenehm draußen und die direkte Umgebung des Florence Nightingale Krankenhauses ist sehr schön! Wir liefen eine Weile rum und ich merkte, dass sich etwas tat. Nicht viel, aber immerhin.

Der Rest des Tages verging, CTG, ich bekam eine zweite Tablette, CTG, spazierengehen, auf dem Zimmer ausruhen, essen, etwas fernsehen. Das letzte CTG gegen 22.00 Uhr zeigte dann keine nennenswerten Ausschläge mehr an und ich fühlte auch, dass mein Körper einen Gang runter geschaltet hatte. Ich sollte schlafen und mein Mann nach Hause fahren und ebenfalls schlafen. Ich befürchtete zwar, dass ich ihn dann in der Nacht wieder rufen müsste, aber das war nicht der Fall.

Bis ca. 4.30 Uhr schlief ich dann auch ganz gut, dann wurde ich von leichten, unregelmäßigen Wehen wach. Gegen 7.00 Uhr wurde ich zum CTG gerufen und lernte *meine* Hebamme kennen! Die wundervolle Laura S. in Begleitung einer ganz lieben Schwesternschülerin, deren Name mir leider entfallen ist… Für den Bericht hier werde ich sie Julia nennen, das liest sich besser und ich habe zumindest im Gefühl, dass es Julia war 😀 Ich bekam noch eine Tablette, dann wieder eine Stunde CTG, eine kurze Untersuchung, die einen super Befund ergab, und einen Nelkenöltampon. Gegen 9.30 konnte ich aufs Zimmer zurück und endlich frühstücken! Ich hatte mich kaum hingesetzt, da bemerkte ich die erste Wehe. Ich wusste, dass es JETZT losging, denn ich konnte nicht sitzen bleiben, ich musste aufstehen. Für eine Weile reichte das, aber schon bald musste ich in die Hocke gehen und mich vorbeugen und die Wehen leicht veratmen. Ich erinnerte mich selber immer wieder daran, mein Gesicht zu entspannen und tiefe Atemzüge zu machen. Mein Mann war gegen 10.30 dann auch da, nachdem ich ihm Bescheid gesagt hatte, er solle sich beeilen. Die Wehen kamen nämlich schon recht bald alle 2,5-4 Minuten für durchschnittlich 35 Sekunden. Wir gingen noch eine kleine Runde, auch einmal raus, aber draußen drehten wir keine Runde, sondern schnappten nur kurz frische Luft. Auch an diesem Tag hatten wir wunderschönes Frühlingswetter. Draußen eine Runde zu gehen traute ich mich aber nicht mehr. Ich musste wirklich bei jeder Wehe in die Hocke gehen und atmen, atmen, atmen.

Um 12.00 Uhr sollten wir uns wieder im Kreissaal melden. Wir hatten Laura auf dem Weg nach draußen kurz getroffen und sie über den aktuellen Stand unterrichtet. Als wir am Kreissaal ankamen lotste sie uns daher direkt in einen Kreissaal, nicht in ein Wehenzimmer. Ein weiteres CTG sollte geschrieben werden, wogegen ich nichts hatte. Ich durfte mir aussuchen, wo ich dabei sein wollte und entschied mich für einen Gymnastikball. Wenn eine Wehe kam konnte ich mich immer noch sehr bequem nach vorne beugen und mich dabei an der Lehne des Stuhls meines Mannes festhalten.

Nachdem das CTG fertig war (teilweise mit Wehen, die auf 120 hochgingen und sich weniger stark anfühlten als solche, die nur auf 90 hochgingen) wollte ich gerne in die Wanne. Bei Usselkopfs Geburt habe ich mich dort gar nicht wohlgefühlt, aber dieses Mal! Oh, tat das gut im warmen Wasser zu sitzen. Zuerst wurden die Wehen etwas weniger, aber ich sagte zu Laura, dass sich das bald wieder ändern würde, wenn sich mein Körper an die Wärme gewöhnt hatte. Und so war es auch. Außerdem bat ich darum, den Kreissaal ein wenig zu verdunkeln. An vier der sechs Fenster war das durch Rolladen auch möglich, an die anderen beiden hängten Laura und Julia ein paar Tücher. Das liest sich so einfach, aber dazu musste Julia auf die recht hohe Fensterbank klettern und sich ganz nach oben strecken, um das Tuch zwischen Fenster und Rahmen zu bekommen! Die beiden haben wirklich nichts unversucht gelassen, um es mir so bequem und angenehm wie möglich zu machen.

Ich hatte das Mittagessen auf dem Zimmer ja verpasst (12.00 Uhr halt, klar), bekam aber langsam wirklich Hunger. Mittlerweile war es ca. 14.00 Uhr, denke ich. Ich fragte, ob ich etwas essen könnte und ob mein Mann mein Essen holen dürfte. „Ja klar!“ war die Antwort. Zuerst fragte Julia aber, ob ich nochmal auf die Toilette gehen wollte und Laura danach untersuchen könnte. Mir war das sehr recht. Julia half mir aus der Wanne, mein Mann gab mir das große Saunatuch, dass ich eingepackt hatte, dann ging er mein Essen holen.

Bei der Untersuchung platzte dann die Fruchtblase. Wieder in der Wanne merkte ich ganz schnell, dass die Wehen jetzt anders waren, sie wurden langsam schwer zu veratmen. Als mein Mann mit meinem Essen wieder da war hatte ich zwar nach wie vor Hunger, aber absolut keinen Appetit mehr. Laura empfahl mir auch, nichts mehr zu essen, weil es sonst mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder rauskommen würde. Und wenn es eines gibt, dass ich absolut ätzend finde, dann ist es mich zu übergeben. Sie hängte mir einen Tropf mit einer Zuckerlösung an, das war super.

Kurz darauf bat ich um ein Schmerzmittel, auch das bekam ich über den Tropf, aber nicht viel, denn ich war ziemlich müde und fühlte mich gleichzeitig ein wenig high (denke ich, ich war noch nie high, aber es war ein angenehmes, duseliges Gefühl).

Leider ließ unsere Maus dann irgendwann keine Herztöne mehr aufzeichnen. Wir fanden sie mit dem CTG, dann war sie wieder weg, das wiederholte sich ein paar Mal. Laura fragte daher, ob ich es mir vorstellen könnte, doch auf das Kreisbett zu wechseln. Meine einzige Bedingung war, dass ich mich nicht hinlegen musste. Auch das war kein Problem. Das Kopfteil des Bettes wurde ganz hochgefahren, sodass ich mich im Knien an den Griffen links und rechts oder oben festhalten und meinen Kopf in das Polster drücken konnte (was sich gut anfühlte, aber mich beim Atmen störte. Naja, irgendwie hab ich es hinbekommen, eine Position zu finden, in der beides ging).

Ich sah nun nicht mehr, was hinter mir passierte, aber es war auch egal, denn die Wehen waren mittlerweile so stark, dass ich kaum noch etwas wahrnahm. Auch mein Gesicht zu entspannen und nicht zu schreien oder in hohe Tonlagen zu verfallen war richtig schwer geworden (tiefe Töne sind in den Wehen viel effektiver!). Als Laura dann sagte, dass ich langsam mitschieben dürfte und mein Baby bald da ist, konnte ich das gar nicht glauben. Ich fühlte mich noch nicht danach! Zumindest glaubte ich das, denn bei Usselkopf hatte ich ja einen schon fast übermächtigen Pressdrang. Ich brauchte ein wenig, bis ich den Dreh raus hatte, und ich brauchte auch die Anleitung durch Laura. Dann war der Kopf der kleinen Maus geboren – und ich kriegte keine Wehe. Sie versuchte sich da wohl schon an ihrem ersten Schrei. Das war irgendwie komisch, aber leider kriegte sie dabei Fruchtwasser in die Atemwege. Fürs erste war das ja nicht schlimm, dass sie noch über die Plazenta versorgt wurde. Als ich dann endlich wieder eine Wehe bekam und sie komplett geboren war wurde sie sofort abgenabelt, dann sie war wohl sehr schlapp und musste schnell untersucht werden. Die Nummer des Kinderarztes hatte schon jemand gewählt, aber er musste dann zum Glück doch nicht dazu gerufen werden.

Ich kriege das jetzt nicht mehr ganz zusammen, wer was gemacht hat, da ich immer noch auf dem Kreisbett kniete und nichts sehen konnte (was sicher nicht so schlimm war – es war schon gruselig genug erzählt zu bekommen, dass mein Baby nicht direkt quicklebendig aussah!), aber jemand machte auf dem Bett unter mir sauber und dann wurde mir geholfen, mich umzudrehen und mich zu setzen. Und dann bekam ich auch sofort mein kleines Mädchen auf die Brust. Da war sie endlich, ganz klein, warm, mit noch recht viel Käseschmiere. Mein Baby.

Laura, Julia und die hinzugekommene Ärztin (wann sie gekommen ist habe ich nicht mitbekommen) gratulierten uns, dann wurde ich untersucht. Ich war ein kleines bisschen gerissen, dass konnte aber mit lokaler Betäubung und wenigen Stichen genäht werden. In der Zeit stillte ich unsere kleine Maus dann auch das erste Mal, ganz ohne Hilfe, ich alter Stillprofi 😉 Danach verabschiedete Laura sich, denn sie hatte für uns schon ihre Schicht überzogen.

Das war die Geburt von Alienbaby#2. Es war eine wundervolle Erfahrung. Meine Wünsche wurden respektiert, meine Bitten ernst genommen. Wir waren außerdem fast nie alleine im Kreissaal, wurden 1 zu 1 betreut. Nie hätte ich nach der Geburt von Usselkopf gedacht, dass es wirklich so gut verlaufen könnte. Ich habe es gehofft (daher auch mein Geburtsplan), aber dass tatsächlich so viele Punkte eingehalten werden würden? Dafür bin ich so unglaublich dankbar.

Es gibt sie wirklich, die perfekten Krankenhausgeburten. Es gibt sie, die Krankenhäuser, die einem ein so natürliches Geburtserlebnis wie möglich geben können. Mein Baby wurde nicht entbunden, ich habe sie aus eigener Kraft geboren, mit der nötigen und von mir geforderten Hilfe. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn ihr ein Baby bekommt: Fordert genau das ebenfalls ein. Es ist euer Körper, euer Baby, eure Geburt.

Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen! Wir genießen jetzt die Zeit mit unseren beiden, der Kleinen und der Großen, macht euch auch ein schönes Wochenende 🙂

Eure Nana

Sie ist da!

Hallo ihr Lieben, nur ein ganz schnelles Update. Unser Alienbaby#2 ist da!

Es geht uns beiden super, stillen klappt sehr gut und ist so ziemlich das Einzige, woran sie Interesse hat ☺️ Das erste Mal ist sie jetzt gerade im Tragetuch, das scheint ihr ebenfalls sehr zu behagen! Ein ausführlicher Bericht folgt dann vielleicht schon am Freitag, mal sehen. 

Danke fürs Mitfiebern, eure lieben Worte und das ihr uns auf dieser Reise begleitet habt ❤️

Liebste Grüße,

eure Nana

Baby-Update 41. Woche

 Hmpf. Noch immer kein Baby in meinem Arm!

Dienstag und heute waren wir zum Ctg und so weiter, alles in Ordnung. Auf dem CTG heute waren zwei kleine Ausschläge zu sehen, die der Arzt aber nicht als Wehen eingetragen hat. Der Muttermund ist minimal verkürzt, aber noch zu.

Ich hüpfe also jetzt auf meinem Gymnastikball, hoffe, dass sich bis Montag etwas tut und versuche einfach die letzten Tage zu entspannen. Mein Mann ist krank und so hatten wir drei noch ganz viel Exklusivzeit, bevor sich im Grunde ALLES ändert.

Was jetzt weiter passiert… Keine Ahnung. Heute Abend esse ich was scharfes, heiß baden war ich auch schon, Datteln habe ich heute auch mal wieder gegessen (die hingen mir dann doch mittlerweile einfach zum Hals raus, sodass ich sie ein paar Tage weggelassen habe – mit Erdbeeren zusammen waren sie dann doch wieder super lecker), Himbeerblättertee trinke ich nach wie vor jeden Tag.
Also, ihr hört von uns!

Habt ein schönes Wochenende,

eure Nana

Baby-Update 40. Woche

Hallo ihr Lieben!

Heute nur ein ganz schnelles, kurzes Update. Ich bin noch zuhause 😊 Alienbaby#2 hat es wohl noch sehr bequem! Ich kann mich eigentlich auch nicht beschweren. Meine Symphyse macht sich zwar immer noch hin und wieder bemerkbar (und zeitweise auch wirklich unglaublich schmerzhaft…), aber im Grunde „verläuft“ es sich über Tag. Bewegung hilft da wirklich sehr.

Mittwoch Abend hab ich mich mit Usselkopf auf dem Arm noch auf die Nase gelegt, bzw zum Glück nicht buchstäblich auf die Nase, sondern Po und rechtes Knie. Außer einem Schreck bei uns beiden und einem blauen Knie bei mir ist dabei nichts passiert. Hätte ja wenigstens die Fruchtblase zum platzen bringen können 😂

Wir genießen also jetzt noch das letzte oder vorletzte Wochenende zu dritt. Euch wünsche ich das auch 😊

Liebe Grüße,

eure Nana

Baby-Update 39. Woche

Ein bisschen später dieses Mal, Freitag war ich einfach zu platt.

Alienbaby#2 geht es prima. Meine Hebamme hat bestätigt, dass sie richtig schön tief ins Becken gerutscht ist und für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Fruchtblase doch Hollywood-mäßig zuhause oder unterwegs platzt, muss ich nicht sofort mit dem Krankenwagen in die Klinik transportiert werden. CTG und alle anderen Vorsorgeuntersuchungen waren völlig normal und auch mir geht es noch richtig gut (für die 39. Woche ;-)) Bei Usselkopf war ich zu dieser Zeit einfach nur fertig und wollte, dass sie so schnell wie möglich auszieht. Jetzt könnte ich gefühlt noch drei Wochen so rumlaufen. Werde ich natürlich nicht. Meine Symphyse ist nach wie vor nicht nett zu mir, aber es ist doch ein bisschen erträglicher geworden. Meine Schwester hat mir einen Bauchgurt geliehen, der hilft doch noch ein bisschen besser als bellywrapping mit einem Tragetuch. Ich denke, das kommt aber ganz auf die Frau an und kann sich von Schwangerschaft zu Schwangerschaft auch unterscheiden. Bei Usselkopf hatte mein Bauch eine ganz andere Form. Alienbaby#2 liegt nach wie vor sehr weit links im Bauch, das sieht häufig ganz schön schief aus.

Baby-Update 39.Woche2
Ganz schön runter gerutscht, was?

Morgen (40. Woche!) haben wir einen Termin zu Geburtsplanung. Letzte Woche waren wir schon zur Anmeldung im Krankenhaus, obwohl ich dachte, dass wir da schon mit einem Oberarzt reden können. Ich muss bei der Terminbuchung (online) irgendwas falsch gemacht haben… Nächstes Mal rufe ich an, wenn ich einen Termin brauche.

Es zieht nach wie vor hin und wieder, auch mal etwas doller, aber noch waren keine Wehen dabei, die ich auch als solche erkannt hätte. Macht nichts. Mittwoch Abend ist noch ein wichtiger Termin für uns, den ich unbedingt wahrnehmen will. Also soll sie jetzt bitte gefälligst bis danach warten. Meinetwegen kann sie sich direkt auf den Weg machen, wenn ihre Schwester im Bett liegt.

Außerdem wollte ich euch noch meine „birth affirmations“ zeigen, auf Deutsch könnte man es wohl am besten mit „Geburtsmotivation“ wiedergeben.

Baby-Update 39.Woche
Meine „birth affirmations“ – als Motivation während der Geburt

Ich habe diese Sätze in einem birthwithoutfearblog Geburtsbericht gefunden und fand sie toll. Die Schwangere hatte sie sich auf ein einfaches Blatt geschrieben, aber ich wollte es etwas hübscher haben und habe eine App verwendet. Manche ihrer affirmations habe ich umgeschrieben oder auch weggelassen, so wie ich es für mich am passendsten empfand. Auf einem zweiten Blatt habe ich Alienbaby#2s Namen ganz groß ausgedruckt, was ebenfalls als Motivation gedacht ist. Vielleicht klebe ich die Blätter im Kreissaal an die Wand, damit ich sie mir bequem anschauen kann 😀

Ich kann nichts versprechen, vielleicht kommt tatsächlich noch ein Baby-Update 40. Woche… Aber eigentlich möchte ich mein Baby endlich in die Arme schließen.

Also, bis zum nächsten Mal!

Habt eine schöne Woche,

eure Nana.

Baby-Update 38. Woche

Ob das das letzte Update wird? Das kann gut sein!

Am Mittwoch hatte ich meinen letzten Termin vor der Geburt beim Diabetologen. Meine Werte sind nach wie vor in Ordnung, ich soll erst ca. 8 Wochen nach der Geburt wiederkommen, damit getestet werden kann, ob der Diabetes wieder weg ist. Beim letzten Mal war alles gut und ich hoffe, dass ich auch dieses Mal heil davon komme. Es liegt ja auch zu großen Teilen an mir (Sport/Bewegung und Ernährung), also kann ich einiges tun, damit nichts zurückbleibt.

Mittwoch Nachmittag und Abend war mir schlecht und ich hatte Bauchschmerzen, aber keine definitiv als solche zu erkennenden Wehen. Es werden aber welche gewesen sein, denn Donnerstag war meine Ärztin ganz begeistert wie geburtsreif, also schön weich, der Muttermund schon ist. Sie sagte, bei manchen Frauen ist es erst nach 5 Stunden Schmerzen im Kreissaal so weit wie bei mir jetzt schon. Sie ist sich sehr sicher gewesen, dass ich keinesfalls bis zum Termin gehe und die Geburt nicht wieder eingeleitet werden muss!

Donnerstag Abend und auch heute zieht es immer wieder im Rücken und in den Beinen, eindeutige Wehen kann ich aber (bis jetzt) noch keine ausmachen. Die Nächte waren bisher echt gut und ich konnte mich ausruhen, im Bett hört das Ziehen auf. Aber Alienbaby#2 ist heute recht ruhig, vielleicht macht sie sich ja bereit!

Mein Mann sitzt ganz schön auf heißen Kohlen, er ist aufgeregter und unruhiger als ich. Usselkopf lief gestern die ganze Zeit „Los geht’s!“ rufend durch die Gegend, DAS ist nicht sehr hilfreich 😁😉

Ich trinke fleißig meinen Himbeerblättertee, esse Datteln und werde es heute mal mit Zimt und vielleicht Treppenlaufen probieren, wenn Usselkopf Mittagsschlaf macht. Und irgendwie steht mir auch der Sinn nach scharfem Essen! Vielleicht Chinesisch?

Habt ihr weitere Hausmittel oder Tipps, die bei euch gut funktioniert haben um die Geburt in Gang zu bringen? Ich bin gewillt fast alles zu probieren 😉

Habt ein schönes Wochenende!

Eure Nana